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Bei einem Schlagwerk handelt es sich um eine Vorrichtung, welche zur akustischen Signalisierung von verschiedenen Zeitpunkten, die in einer periodischen Zeitfolge ablaufen, genutzt wird. Dies kann entweder zu jeder vollen Stunde, aber auch zu halben Stunden oder Viertelstunden der Fall sein. Dabei sind sowohl die Schlagzahl als auch der Schlagrhythmus äußerst vielschichtig. Der Schlag erfolgt automatisch, nachdem das Gehwerk ausgelöst wurde und bei Schlagwerken, die über Repetition verfügen, wiederholt sich der Schlag auf Anforderung. Das Schlagwerk einer Uhr besteht aus mehreren Teilen, zu denen der Antrieb, das Räderwerk und der Klangkörper zählen. Es wird durch eine Auslöseeinrichtung in Betrieb gesetzt und der Antrieb erfolgt durch das Gewichtsstück der Antriebsfeder. Folgend überträgt das Räderwerk die vom Antrieb ausgehende Energie bis zum Windfang, welcher als Hemmregler fungiert. Bei Räderuhren ist es oftmals der Fall, das diese mit mehreren Schlagwerken ausgestattet sind um somit vielschichtige Schlagmuster zu ermöglichen. Schlagwerke werden in aller Regel in zwei verschiedene Arten eingeteilt, welche zum einen das Rechenschlagwerk und zum anderen das Schlossscheibenschlagwerk sind. Das Schlossscheibenschlagwerk ist die älteste, bekannte Bauart von Schlagwerken und die Abfolge des Schlages verläuft innerhalb des Uhrenwerkteils und das Schlagwerk ist von dem Gehwerk der Uhr entkoppelt. Schlossscheibenschlagwerke lassen sich vorwiegend in Pendeluhren finden. |
Das Rechenschlagwerk ist eine jüngere Erfindung und es zeichnet sich dadurch aus, dass es immer, im Gegensatz zum Schlossscheibenschlagwerk, die gleiche Anzahl von Schlägen, was auch bei der Wiederholung des Auslösers gilt, durchführt.
Damit ein Rechenschlagwerk ohne Probleme funktioniert sind die vier Komponenten Staffel, Schöpfer, Rechenhebel und Rechen notwendig. Rechenschlagwerke werden, wie es auch für die Schlossscheibenschlagwerke gilt, in ortsfesten Uhren verbaut. Allerdings ist das Rechenschlagwerk auch für bewegliche Uhren, wie Taschenuhren oder Reiseuhren geeignet, wobei dann Rechen und Einfallhebel mit kleinen Federn ausgestattet werden, um die Funktion der beiden Teile durch den Einsatz der Federkraft zu gewährleisten. Es entspricht dem Regelfall, dass mobile Uhren mit Rechenschlagwerken ausgestattet werden, damit die Funktion der Repetition gewährleistet werden kann. Das Rechenschlagwerk gilt somit als die einfachste existierende Form des Repetitionsschlagwerks. Das Repetitionsschlagwerk entstammt einer lange vergangenen Zeit, in der es noch kein elektrisches Licht gab und sich in der damaligen Bevölkerung der Wunsch manifestierte, die Uhrzeit in der Nacht auch ohne das lästige Anzünden einer Kerze herauszufinden zu können, indem die Uhrzeit durch Akustik mitgeteilt wurde. Dies funktionierte mittels eines Auslösehebels, welcher per Hand oder einer Schnur betätigt werden konnte und welcher mit der Repetitionsuhr verbunden war und schlussendlich dazu führte, dass die Uhrzeit durch ein akustisches Geräusch mitgeteilt werden konnte. |
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